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Abwasser


Abwasser nennt einerseits durch Gebrauch verun-reinigtes Wasser, andererseits von befestigten Flächen abfließendes Niederschlags-Wasser. Auch Fremdwasser, das durch bauliche Schäden in die Kanalisation eintritt, gilt als Abwasser. In der Kanalisation wird Abwasser transportiert und gesammelt. In Deutschland wird Abwasser in Kläranlagen behandelt, danach gelangt es in sogenannte Vorfluter, um letztlich wieder in den Wasserkreislauf zu gelangen. Unterschieden wird in Trockenwasserabfluss und Regenwetterabfluss.



Abwasser: Trockenwasser

Als Trockenwasser bezeichnet man häusliche Abwasser aus Sanitäreinrichtungen, Toiletten, Küchen und Waschmaschinen. Trockenwasser ist allerdings auch Abwasser aus dem gewerblichen Bereich, welche ihre Abwasser in die Kanalisation ableitet, die für die gesamte Öffentlichkeit bestimmt ist. Abwasser, durch die Industrie verursacht, fällt durch besonders starke Verunreinigung auf , sodass es per Gesetz in eigenen Anlagen behandelt werden muss. Nur so darf es später wieder dem Wasserkreislauf zugeführt werden. Entsprechend dem Ort des Anfallens ist das Abwasser, je nach Ort der Entstehung, entweder mehr mit organischen Inhaltsstoffen der Nahrungsmittelindustrieoder durch anorganische Rückstände der Metall- und Grundstoffindustrie belastet. Auch Gülle, die bei der Tierhaltung anfällt ist eine Art von Abwasser. Selbst das Wasser aus Kühlanlagen, wie aus AKWs, wird als Abwasser deklariert und muss zwingend behandelt werden. Abwasser, anfallend in der Wasseraufbereitung , zählt zu den Industrieabwässern . Fremdwasser nennt man das zusammen mit dem Schmutzwasser bei Trockenwetter abfließende unverschmutzte Wasser, das eigentlich nicht in die Kanalisation gelangen soll (Grundwasser, Dränwasser).



Abwasser: Regenwasserabfluss

Zwischen behandlungsbedürftigem Regenwasser und nicht behandlungsbedürftigem Regenwasser wird auch unterschieden. Um nicht behandlungsbedürftiges Regenwasser handelt es sich, wenn es vor Ort versickert bzw. ortsnah in ein Gewässer eingeleitet wird. Behandlungsbedürftiges Regenwasser wird hingegen in Kläranlagen oder Regenklärbecken abgeleitet, da Regen in der Atmosphäre Gase, Pollen, Rußpartikel und Feinstaub löst.



Das Abwasser-Kanalnetz in Deutschland

In Deutschland ist das Kanalnetz ca. 450.000 km lang. Über 95 Prozent der Bevölkerung sind an dieses Abwasser-Kanalnetz angeschlossen. Ca. 10.000 Kläranlagen erfüllen die EU-Norm.



Was geschieht mit unserem Abwasser?

Das Rechen: Ein großes Sieb holt zuerst das Gröbste (Feststoffe, Kunststoffe, Papier usw) aus dem Abwasser

Der Sandfang: Abgesunkener Sand wird in einen Container befördert

Das Vorklärbecken: Nach unten gesunkene Schwebstoffe werden durch einen Trichter in einen Faulturm gepumpt

Das Belebungsbecken: In diesem Becken wird Wasser mit sehr viel Luft versorgt, damit Bakterien den restlichen Schmutz fressen

Nachklärbecken: Vollgefressene Bakterien sinken nach unten und werden ebenfalls in den Faulturm gepumpt.

Gereinigtes Wasser kann nun über dem Rand abfließend dem Wasserkreislauf wieder zugeführt werden.



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