Bakterien im Trinkwasser
In Deutschland ist die Trinkwasserqualität generell sehr gut. Im Gegensatz zu anderen Ländern kann man das Wasser hiererorts bedenkenlos aus dem Hahn trinken. Hohe Qualitäts-Standards sowie regelmäßige Kontrollen der Wasserwerke ermöglichen dies. Es nutzt jedoch nichts, wenn die im Hause installierten Rohre veraltet und verschmutzt sind. Dieses Wasser kann auch so zur Gesundheitsgefahr werden.
Zum Kochen, Trinken oder Waschen nutzen wir Trinkwasser alltäglich, wobei wir eine gleichbleibende Qualität voraussetzten. Jedoch muss das Wasser durch mehrere Rohre bis es aus dem Hahn in unsere vier Wände läuft.
Besonders im Sommer sammeln sich hier allerlei Krankheitserreger und Bakterien an. Im Laufe der Zeit bildet sich dort ein sogenannter Biofilm, insbesondere in Kunststoffrohren tritt diese Phänomen auf. Dieser Biofilm ist eine Schicht aus angesammelten Bakterien, der sich bildet, wenn Wasser über einen längeren Zeitraum in den Rohren steht. Durch die Wärme können sich Bakterien in diesem Stauraum rasch vermehren. Eine regelmäßige Wartung ist daher nötig, denn gerne verbreiten sich zum Beispiel dort Legionellen: Keime, die die gefürchtete Legionärskrankheit verursachen. Darum sollten die Installation von Hausleitungen nie von einem Leien durchgeführt werden.
Zudem hat ein jeder die Möglichkeit regelmäßig Wasserproben an das hiesige Umweltamt zu schicken. Der Analyse-Service ist hierbei kostenlos. Insbesondere Pseudomonaden und Legionellen, welche sich in Leitungen von Schulen, Krankenhäusern, Hotels und Schulen tummeln, richten große gesundheitliche Schäden an.
Gesundheitsämter sind gemäß Trinkwasserverordnung verpflichtet Proben in regelmäßigen Abständen zu nehmen. Alle Einrichtungen, die von jedermann genutzt werden wie, Altenheime, Krankenhäuser, Kindergärten, und Schwimmbäder stehen unter besonderer Beobachtung. Vor allem Altenheime, welche gesonderten Hygienevorschriften unterliegen, müssen des Öfteren konsultiert werden.
Ein eher geringes Risiko durch Bakterien im Trinkwasser krank zu werden haben gesunde Menschen. Somit gehören ältere Menschen, Kleinkinder und Kranke in den Bereich der Risikogruppen. Aus diesem Grunde entnehmen Gesundheitsämter hauptsächlich aus jenen Einrichtungen vermehrt Proben, in denen sich diese Risikogruppen regelmäßig befinden. Hinzu kommen nicht zuletzt auch privat geführte Restaurants und Hotels.