Eisenhaltiges Wasser
Eisen ist eigentlich nicht gesundheitsschädlich, es spielt vor allem bei der Hämoglobin-Bildung eine essentiell wichtige Rolle. Trinkwasser kann aber oftmals, obwohl es wertvollem Brunnenwasser entstammt, aufgrund zu hoher Mangan- und Eisenwerte nicht zum Verzehr geeignet sein.
Wasser, welches einen hohem Eisen- und Mangananteil hat, besitzt ein stark metallisches Aroma. Sind zudem noch Eisen- und Manganbakterien vorhanden, kommen diese als Ablagerungen in den Rohrleitungs-Systemen zum Vorschein. Bei übermäßiger Wasserentnahme aus tieferen Brunnenregionen, werden diese Brunnen derart überlastet, dass es zu einem erhöhten Wiedereintrittsdruck in die Rohrleitungen kommt. Hierbei lösen sich dann Eisenpartikel in das einfließende Wasser.
Durch diese sogenannte "Brunnenverockerung" (Verstopfte Wege) bilden sich mit der Zeit dann Eisenbakterienstämme, die den Verockerungs-Vorgang noch mehr beschleunigen. Nur noch chemische Behandlungsmethoden können dann bei größeren Brunnenanlagen eine Regeneration bewirken.
Sind Eisen und Mangan erst einmal in die privaten Rohrleitungen gelangt, so hat dieses vor allem optische Konsequenzen:
- Frisch gewaschene Wäsche kommt verfärbt und fleckig aus der Waschtrommel
- Wachbecken bekommen braune Ränder
- Im Badbereich entstehen überall schmutzige Duschtassen
- Armaturen verdrecken zunehmend
- Fliesen werden stumpf und in den Fugen bildet sich ein dunkler Film
- Die WC-Schüssel bekommt einen ekelhaften braunen Rand
Üblicherweise werden Eisenleitungen mit Zink überzogen, weil so die Korrosion verhindert wird. Allerdings steigt auch bei verzinkten Rohren der Eisenanteil, weil sich die Zinkschicht im Laufe der Zeit ablöst.
Der Grenzwert für Eisenhaltiges Trinkwasser liegt in Deutschland gemäß Trinkwasserverordnung (TrinkwV) bei 0,2 mg/Liter. Ist dieser Wert überschritten, wird der Hausbesitzer nach Untersuchung durch das Gesundheitsamt verpflichtet die Leitungsrohre auszutauschen. Zur Feststellung dieser Belastung genügt eine Probe des Mieters und muss durch die Stadt nachträglich abermals per Probe bestätigt werden.
Der festgesetzte Grenzwert durch die TrinkwV ist eigentlich mehr eine technische Vorgabe, um einerseits zu großen Ablagerungen zuvorzukommen und andererseits vermehrten Reinigungsauf-wand zu vermeiden. Der für den Menschen als schädlich angesehene Eisenanteil im Trinkwasser liegt derzeit laut WHO bei 200 mg/Liter. Allerdings würde kaum ein Mensch mit derart eisenhaltigem Trinkwasser zubereiteten Kaffee, Tee oder Bier genussvoll herunterbekommen.