Entkalkungsanlage
Eine Entkalkungsanlage, die sowohl im privaten aber auch im gewerblichen und industriellen Sektor zur Anwendung kommt, arbeitet zumeist mit dem sogenanntem Ionen-Austausch. Hierbei werden Ionen gleicher Ladung ersetzt. Ein Kationen-Ionen-Austauscher tauscht Calcium-Kationen, welche sich im Leitungswasser befinden gegen Natrium-Kationen aus, die an den Ionenaustauscher gebunden sind. In Geschirrspülern sind diese Ionen-Austauscher vielfach zu finden. Es ist ein sehr effizientes und äußerst günstiges Verfahren, durch welches der Kalkgehalt auf ein Minimum gesenkt werden kann.
Vorteile einer Entkalkungsanlage
Die Menschen nutzten den Ionentausch bereits bevor die ersten Chemiker geboren waren. Die älteste Erwähnung des Ionenaustauschprozesses befindet sich im Zweiten Buch Mose. Durch das Einlegen von alten Baumstämmen hat man damals bitteres Wasser in trinkbares umgewandelt, da verrottete Zellulose die Fähigkeit besitzt Magnesium-Ionen zu tauschen.
"Da kamen sie nach Mara; aber sie konnten das Wasser von Mara nicht trinken, denn es war sehr bitter. Daher nannte man den Ort Mara. Da murrte das Volk wider Mose und sprach: Was sollen wir trinken? Er schrie zu dem Herrn, und der Herr zeigte ihm ein Holz; das warf er ins Wasser, da wurde es süß." (Ex 15,23 EU)
Die ersten in der Technik gezielt verwendeten Ionenaustauscher waren bestimmte Vulkanaschen, sog. Alumosilikate. Diese können Erdalkali- und Alkaliionen aus einer Lösung aufnehmen bzw. abgeben.