Hartes Wasser
Oftmals spricht man in der Werbung im Zusammenhang mit Küchengeräten von hartem Wasser. Auch unser Goldfisch Franziska van Almsick sprach nach einer Niederlage in einem Wettkampf einmal von zu hartem Wasser. Aber was steckt eigentlich dahinter?
Hartes Wasser fühlt sich nicht anders an als weiches Wasser. Vielmehr stammt dieser Begriff aus der Chemie und meint damit seinen Kalkgehalt. Dieses kalkhaltige Wasser entstammt Regionen, in denen es kalkhaltiges Gestein gibt. Bei seinem Weg nimmt das Regenwasser den Kalk mit dem Boden auf, der sich alsbald im Grundwasser in Kleinstpartikel im Wasser auflöst.
Da Kalk harmlos sein soll, filtern die Wasserwerke nur gesundheitlich bedenkliche Bakterien aus. So landet der Kalk in unser Trinkwasser, ist dabei zwar geschmacksneutral, aber dafür milchig-trüb und sieht damit erst einmal gewöhnungsbedürftig aus.
Insbesondere in Schleswig-Holstein ist das Wasser sehr weiss und hart. Hartes Wasser hinterlässt mit einiger Zeit durch den gelösten Kalk nachweisbare Hinterlassenschaften an vielen Haushaltsgeräten, wie Wasserkochern, Waschmaschinen und vor allem Kaffeeautomaten. Diese Kalkschicht ist auf Dauer für diese Geräte tödlich, weil sie dadurch schneller verschleißen.
Hartes Wasser macht sich auch beim Haare Waschen bemerkbar. Es benötigt mehr Shampoo, da es durch den Kalkgehalt weniger Schaum entwickeln kann. Um dem entgegenzuwirken wird es regional bedingt enthärtet. Wasserenthärtung, auch wenn es unter Energieaufwand enthärtet werden muss, verspricht Einsparungspotential für viele Kommunen. Es senkt einerseits um bis zu 25 Prozent den Energieverbrauch für die Warmwasseraufbereitung. andererseits werden Kalk-Entferner und Chemische Reinigungsmittel fast völlig eingespart. Des weiteren werden Spül- und Waschmittel sowie Badezusätze und Shampoos sparsamer benötigt.
Eine längere Lebenszeit ergibt sich so für Kaffeemaschinen, Wasserkocher und Waschmaschinen. Auch für wasserführende Leitungen, ob aus Kupfer oder Kunststoff, resultiert eine längere Lebenszeit nach ihrer Installation, was auch für Duschkabinen und Armaturen gilt. Nicht zuletzt verringert sich der damit einhergehende Reinigungsaufwand. Außerdem sollen zubereitete Heißgetränke wie Tee oder Kaffee ein angenehmeres Aroma entfalten können.