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Kupferrohre und Trinkwasser


Viele stellen sich häufig die Frage, ob die Installation von Kupferrohren für das Trinkwasser gefährlich ist, oder nicht? Das Umweltbundesamtes und Verbraucherschützer behaupten, dass Kupferrohre zumeist als unbedenklich einzustufen sind.

Rote Kupferrohre findet man in etwa 60 Prozent aller deutschen Haushalte. Seit den späten 90ern des letzten Jahrhunderts wurden sie zunehmend durch Kunststoffrohre substituiert, welche sich aber langfristig auf dem Markt nicht durchsetzen konnten. Viele Hausbesitzer sind auf Grund ihres hohen Abnutzungsgrades wieder zum altbewährten Kupfer zurückgekehrt.

Für die Trinkwasserinstallation sollten Kupferrohre nicht verlegt werden, wenn das lokale Wasser einen zu niedrigen pH-Wert besitzt. Für Hausbrunnenbesitzer gilt im Allgemeinen auf Kupferrohre gänzlich zu verzichten, da hier zumeist auf jegliche Aufbereitung des Wassers verzichtet wird.

Durch derartige vorsorgliche Maßnahmen lassen sich Gefahrenherde für das Wohl der Allgemeinheit ausschließen. Leberschäden bei Kleinkindern, insbesondere bei Säuglingen werden häufig als Folge von erhöhter Konzentration von Kupfer im Trinkwasser in Verbindung gebracht.

Die WHO stuft einen Kupfergehalt von 2mg/Liter derzeit als gesundheitlich unbedenklich ein. Diese Menge gilt auch als Leitwert in Europa als Trinkwasserrichtlinie. Wenn allerdings Säuglinge ungestillt ausschließlich mit Trinkwasser zubereitete Kost erhalten, sollten die Eltern vorsorglich einen Kinderarzt oder das lokale Gesundheitsamt konsultieren. Insbesondere dann, wenn es sich bei den Kleinen um Säuglinge handelt, die jünger als 3 Monate alt sind. Die einhellige Meinung verlautet, dass es nicht ausreichend ist, abgestandenes Wasser aus den Rohren einfach ablaufen zu lassen, um damit Babynahrung zuzubereiten. Besser wäre es in diesen Fällen auf Mineralwasser und Fertigkost zurückzugreifen.

Auch sollte besser auf Kupferbesteck verzichtet werden, welches nachweislich nicht mit Zinn oder Edelstahl innenbeschichtet ist. Derartiges Besteck wird gerne aus Fernreisen als Urlaubssouvenir mitgebracht, weil es durch seinen Glanz eine besondere Qualität verspricht. Doch der Schein trügt ungemein und kann sich im Nachhinein katastrophal für junge Eltern, insbesondere für deren Nachwuchs auswirken.

Mittlerweile werden Baumärkte und Handelshäuser vom Bundesumweltamt auf diese Gefahren hingewiesen, und in angemessener Weise aufgefordert, dass Kupferrohre nicht für Hausbrunnen und hartem Trinkwasser mit einem ph-Wert unterhalb von 7,3 verwendet werden sollten, um so das Leben insbesondere von Säuglingen nicht zu gefährden.

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