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Plastik im Wasser


Plastik im Wasser kommt heutzutage überall in unseren sieben Weltmeeren vor. Plastik ist ungemein strapazierfähig und besitzt eine sehr hohe Halbwertzeit. Einerseits ist Plastik für den Konsumenten ein sehr billiges Transportmittel, für die Natur jedoch andererseits eine einzige Katastrophe.

Weltweit werden jährlich etwa 100.000 Mio. Tonnen Plastik produziert, wovon unglaubliche 10 Prozent in die Ozeane entsorgt werden. Sehr viel Plastikmüll stammt von Schiffen oder Förderplattformen, der Rest landet direkt vom Festland in die Meere. Hierbei ist es unerheblich, ob man die deutsche Nordseeküste, das Mittelmeer oder die Küste vor Bangladesch in Augenschein nimmt. Nahezu überall findet man alte Einkaufstüten, PET-Flaschen, Plastikfässer, Verpackungen aus Styropor, und sogar Reste von Fischfangnetzen aus Polypropylen vor.

Nicht zu vergessen sind auch alte Autoreifen, Einwegfeuerzeuge und sogar Zahnbürsten. Dies alles sind Gebrauchsgegenstände, die wir Menschen achtlos in die Meere werfen. Hierbei stellen größere Gegenstände ein geringeres Gefährdungspotential dar als die kleineren, da sie leicht von Hand entsorgt werden können (- oder könnten!). Eine erheblich größere Gefahr für Flora und Fauna stellen die durch Wellengang und Abrieb entstehenden Kleinstpartikel dar. Diese sogenannten Pellets (Plastik in Urform) können nicht nur über den normalen Zersetzungsprozess ins Meer gelangen, sie werden auch verschifft und landen durch Havarien in den Ozeanen.

Solche Plastikteilchen werden irrtümlicherweise von Seevögeln als Beute wahrgenommen und in großen Mengen verschlungen. Insbesondere an Englands Küsten werden jährlich tausende von elendig verendeten Seevögeln eingesammelt. Die Mägen größerer Vögel sind unnatürlich aufgebläht, und somit ganz und gar unfähig zum fliegen, die Jungvögel, schlicht an diesem Industriemüll erstickt.

Aber dieser Plastikmüll wirkt noch auf eine andere verheerende Art auf die Ozeane ein. Kleinste Organismen besitzen die Möglichkeit sich auf ihnen anzusiedeln. Somit gelangen Pflanzen und Tiere in Regionen, die sich weit entfernt von ihren angestammten Lebensräumen befinden. Diese marinen Tramper dringen somit in fremde Gebiete vor, und treten den dort angestammten Arten als unwillkommene Eindringlinge gegenüber.

Auch für den Menschen wird dieser Vorgang immer bedrohlicher. Da auch Krustentiere und Fische diese Plastikteilchen über die tägliche Nahrungsaufnahme empfangen, gelangen sie somit auch unweigerlich in die menschliche Nahrungskette. Die teilweise horrende Plastikmüllkonzentration in den Meeren hat mittlerweile einen Namen bekommen. Im Pazifik ist eine plastikverseuchte Fläche mit einer Größe von 700.000 und einer Mio. Quadratkilometern ausgemacht worden. Dieses Gebiet trägt den unrühmlichen Namen "Garbage Patch".

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