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Wasserentsalzung


Die Umwandlung von Meerwasser zu Trinkwasser hat die Menschheit schon seit Jahrhunderten, wenn nicht sogar seit Jahrtausenden beschäftigt. Früher dachte man, dass beim Kochen des Salzwassers das Salz vom Wasser trennen könne. Auf dieser Theorie, der Destillation, beruhen die ersten Technologien großer Entsalzungsanlagen. Zum Einsatz kamen diese in der Mitte des letzten Jahrhunderts im Nahen Osten. Ein Überfluss an Brennstoffen aber auch unbändiger Wassermangel zwang die Bewohner in dieser Region zu kreativen Lösungsversuchen. Allerdings waren die benötigten Energiemengen sehr groß.

Anfang des 20. Jahrhunderts behalf man sich noch der Osmose, wobei die Feststoffe durch eine Membran getrennt wurden. Hier nutzte man tatsächlich auch Tierfelle, welche nach Schlachtung als Trichter dienten. Somit wurde die Salzkonzentration mehr und mehr verringert. Hätte man damals Kaffeefilter gehabt, wäre einem sehr geholfen gewesen.

Amerikanische und Japanische Forscher, welche für die Industrie Membrane entwickelten, kamen schließlich auf den richtigen Trichter. Durch die sogenannte Umkehrosmose kann die Flüssigkeit anstatt von einer geringer konzentrierten Lösung zu einer hochkonzentrierten zufließen. Das Salzwasser wurde praktisch mit hohem Energieaufwand durch das Membran gepresst, sodass am Ende nur noch trinkbares Wasser und Salz übrigblieben.

Dieses semipermeable Membran fand dann in den 60er Jahren flächendeckend zur Anwendung. In den 70er Jahren hingegen wurde allerdings aufgrund der hohen Energiekosten nach Alternativen gesucht und geforscht. Da durch den hohen Druck der Umkehrosmose wiederum Energie freigesetzt wurde, konnte man diese wiederum dem Umwandlungsprozess zuführen, sodass die Energiekosten um die Hälfte sanken, gleichzeitig sanken auch die Preise für die Umkehrosmose-Membrane.

Aus herkömmlichen Quellen stammendes Trinkwasser ist in den letzten Jahren immer teurer geworden. Das Wasser aus küstennahen Gebieten wird schneller verbraucht, als sich diese auf natürliche Weise regenerieren könnten, da hier permanent Meerwasser eindringt. Es gibt allerdings auch viele Bedenkenträger in Bezug auf die weltweit ca. 15000 Entsalzungsanlagen. Wegen des hohen Energiebedarfs und der zurückbleibenden Salzlake.

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