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Wasserhärte


Unter Wasserhärte versteht man die Konzentration von Kalzium- und Magnesium-Ionen im Wasser. Ergo wird durch den Gehalt von Kalzium- und Magnesiumsalzen der Härtegrad des Wassers quantifiziert. Kalzium und Magnesium werden in dieser Terminologie auch als Härtebildner bezeichnet. Der normierte deutsche Härtegrad (1° dH) korrespondiert mit 10 mg Kalziumoxid oder auch 7,19 mg Magnesiumoxid auf einen Liter Wasser.

Der Fachausdruck für die Bestimmungsmethode der Wasserhärte heißt unter Experten auch "Komplexomtrie". Seit 2007 gelten gemäß Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRNG) folgende Klassifizierungen für weiches bzw. hartes Wasser. Bestimmungsmaß ist dH= deutsche Härtegrad.

1° dH = Weiches Wasser
2° dH = Mittelhartes Wasser
3° dH = Hartes Wasser
4° dH = Sehr hartes Wasser

Anbei ein paar gemessene Härtegrade in Deutschland, welche auch bei jedem örtlichen Wasserversorger telefonisch und teilweise auch online nachgefragt werden können:

  • Wildeshaus 1
  • Erfurt 1
  • Pirmasens 1
  • Zwickau 1
  • Erlangen 2
  • Iserlohn 2
  • Düsseldorf 3
  • Eschweiler 3
  • Köln 4
  • Der Härtegrad sagt weniger etwas über die Trinkwasserqualität aus, als vielmehr über die ökonomischen Auswirkungen seiner Anwendung: Heizungsanlagen benötigen weicheres Wasser, da sich sonst Rückstände bilden, der sogenannten Kesselstein. Die Entfernung dieser Ablagerungen geht mit erheblichen monetären Aufwendungen einher.

    Auch das Dosieren von Waschmitteln ist gleichsam von der Wasserhärte abhängig, da unterschiedliche Tenside existieren, die erst abhängig vom Härtegrad einen vernünftigen Waschvorgang ermöglichen. So manche Hausfrau/-mann weis, dass die Waschkraft des Waschmittels vom Härtebildner ihres zur Verfügung stehenden Wassers abhängig ist. Demzufolge werden von Waschmittelherstellern exakte Dosier-Vorschriften auf ihren Erzeugnissen beigeliefert.

    Seifen schäumen sehr mühsam in hartem Wasser, weil sie unlösliche Magnesium- Kalziumsalze bilden. Wer sich einmal mit sehr hartem Wasser geduscht hat, wird bemerkt haben, dass schon die Schaumbildung sehr viel Zeit in Anspruch nimmt und sich dadurch der Reinigungsvorgang merklich in die Länge gezogen hat.

    Heutzutage werden synthetisch hergestellte Enthärtungsmittel den meisten Waschmittelkonzentraten beigemischt. Um Wasser allerdings großflächig zu enthärten bedient man sich industrieller Verfahrensweisen wie Fällung mit Natriumphosphat oder Soda, Enthärtungsanlagen mit Ionentauschen und Destillation.

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