Wasserknappheit
71% der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt. Weniger als 3% des auf der Erde vorhandenen Wassers ist Süsswasser, das meiste davon gefrorenes Eis
an den Polen. Als Trinkwasser können nur etwa 0.03% des weltweiten Wasservorkommen genutzt werden.
Der Begriff Wasserverfügbarkeit bezeichnet die Menge an Süßwasser, die einer Person pro Jahr zur Verfügung steht. Hierbei wird seitens
der WHO jeweils noch strenger differenziert in:
Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel aller Lebewesen, jedoch hat ein großer Teil der Weltbevölkerung keinen Zugang zu sauberem Wasser. In vielen Teilen unserer Welt ist Wasserknappheit alarmierend. So verfügt knapp ein Sechstel (ca. 1,2 Milliarden Menschen) über keinen Zugang zu sauberem Wasser, was in etwa der Bevölkerung Chinas entspricht. Wasserverfügbarkeit will heißen, die jährliche erneuerbare Wassermenge pro Person wird als Maßstab verwendet. Als relative Wasserverfügbarkeit stehen beispielsweise den Schweizern pro Kopf und Jahr 7460m3 erneuerbare Süßwasser-Ressourcen zur Verfügung, den Algeriern 478 m3/Kopf und Jahr und den Bewohnern Saudi-Arabiens 118 m3/Kopf und Jahr .
Konflikte durch Wasserknappheit
Wird es in Zukunft Konfliktsituationen oder gar Kriege wegen Wasserknappheit geben?
Die Wissenschaft beschwört solch ein Szenario noch nicht herauf.
Jedoch: Bevölkerungswachstum, Klimawandel und Verschwendung sorgen zusehends für Verknappung. Verteilungskonflikte in gewissen Krisenregionen
scheinen demnach vorprogrammiert.
Insbesondere im Gazastreifen herrscht unvorstellbare Wasserknappheit. Die Palästinensergebiete liegen im weltweiten Ranking erneuerbarer Wasservorräte
auf dem vorletzten Platz. Wasser ist für die 1,5 Millionen Einwohner dieser Region nahezu Gold wert. Entnehmen können die Bewohner 60 Mio m3 Wasser
pro Jahr, wobei sich der Grundwasserspiegel wieder regenerieren würde. Tatsächlich werden jedoch 150 Mio m3 benötigt. Das Resultat:
eindringendes Meerwasser macht das Grundwasser brackig und salzig. Palästinenser, die aus Gaza kommen erkennt man leicht an ihren braunen Zähnen,
und für diese Menschen steht klar fest, dass ohne intakte Wasserversorgung ein Palästinenserstaat nicht existieren und somit auch kein dauerhafter
Frieden entstehen könne.